Im Nordosten Lievlands liegt die Grafschaft Greifenwall. Durch die Grafschaft ziehen sich viele Bäche und Flüsse, die sich von den Fokonen in die Aroseen ergießen. Dadurch ist das gesamte Land sehr fruchtbar und wird rege für die Landwirtschaft genutzt. In den Flüssen werden viele Fische, wie z.B. Lachs gefangen. Die Fokonen weisen große Marmor-Vorkommen auf, die über den Fyrn und die Aroseen nach ganz Lievland verschifft werden. Außerdem gibt es regen Handel über den Greifenpass in den Osten nach Westmynd. Es ist die einzige mögliche Handelsroute durch die schwer zugänglichen Fokonen. Dadurch hat es Greifenwall zu einem gewissen Reichtum geschafft.

Greifenwall ist sehr bevölkerungsreich, zudem haben die Bewohner einen besonders hohen Bildungsstand. Die Bevölkerung verteilt sich sehr gleichmäßig über das Land, nur im Norden zur Grenze nach Odenberge nimmt sie etwas ab. Die Grenze ist durch zwei mächtige Burgen geschützt. Die Grafschaft ist bekannt für ihre fähigen Handwerker, Gelehrte und zahlreiche Künstler. Dies geht zurück auf Graf Bernrich von Greifenwall, der vor über hundert Jahren Akademien, Zünfte, Schulen und die Universität von Fyrnkron stiftete. Noch immer werden viele dieser Einrichtungen aus dem Einkommen des Grafen von Greifenwall finanziert. Sein Stammsitz Schloss Helfenstein im Süden Greifenwalls ist ein Prunkbau, der den Wohlstand der Grafschaft zur Schau trägt. Das Schloss gilt als der prachtvollste Bau von Lievland.

Die militärische Macht Greifenwalls ist eher bescheiden, weshalb die Grafschaft oft auf Hilfe von Verbündeten angewiesen ist, um sich vor Piraten und Orks zu schützen. Allerdings besitzt Greifenwall eine Flotte von kleinen, wendigen Schiffen, die zum Schutz der Küsten, vor allem am Oberen Arosee, eingesetzt wird. Für eine Seeschlacht im größeren Maßstab ist sie eher nicht geeignet.

Zentrum der Grafschaft ist die Stadt Fyrnkron, die jedoch direkt dem Herzog von Fyrnkron untersteht. Östlich von Fyrnkron beginnt der Greifenpass nach Westmynd, wobei nur durch die Stadt ein einfacherer Zugang möglich ist. Die Flüsse aus dem Norden der Grafschaft münden nördlich von Fyrnkron in den Fyrn. Dieser Transportweg wird im Allgemeinen bevorzugt, um den Piraten auf dem Oberen Arosee auszuweichen. So findet der Handel mit Marmor auch immer über Fyrnkron statt. Entlang des Fyrn gibt es Treidelpfade, die rege benutzt werden. Auch außerhalb von Fyrnkron gibt es viele größere Siedlungen und kleine Städte.